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26. Expertensymposium Implantologie – München, 8. / 9. Mai 2026 – Autorin Dr. med. dent., B.Sc. Emilia Chmel

Am 8. und 9. Mai fand im H4 Hotel München Messe das 26. Expertensymposium für Implantologie unter dem Motto: Ästhetik, Möglichkeiten und Grenzen der modernen Implantologie statt, moderiert von Prof. Dr. Dr. Florian Stelzle als wissenschaftlichem Leiter und Dr. Petra Volz als Comoderatorin. Das Programm stellte aktuelle Fragen der Implantologie in den Mittelpunkt, von augmentativen Verfahren über Hart- und Weichgewebsmanagement bis hin zu Strategien der Prävention, Nachsorge und Behandlung periimplantärer Erkrankungen. Ein besonderer Fokus lag auf der klinischen Implementierung digitaler Technologien, wie KI-gestützter Planungssoftware, navigierter Implantation und CAD/CAM-basierter Versorgungen. Tag 1: Digitale Workflows und Sofortimplantation Prof. Dr. Daniel Edelhoff / München – Vollkeramik in der festsitzenden Implantatprothetik – aktueller Stand Mit seinem Vortrag über die digitalen Abformtechniken wie Scan-Ladder und Reverse-Impression eröffnete Prof. Dr. Daniel Edelhoff das Symposium. Anschließend ging er auf die Herausforderungen der Sekundärstabilität bei All-on-4-Konzepten ein. Zudem präsentierte er die Entwicklung der einst präfabrizierten Keramik-Abutments über die Hybrid-Abutment-Crowns bis zu den monolithischen Restaurationen ohne Klebebasis, wobei auch diese, wenn vorhanden weder eine Entzündungsreaktion noch eine vermehrte Biofilmanlagerung begünstigt. Für den Seitenzahnbereich stellte er Hybrid-Abutments mit monolithischen Lithiumdisilikat-Suprakonstruktionen vor sowie für die postendodontisch Versorgung auch Zirkondioxidkronen mit Onlay-artigen Lithiumdisilikat Kronen. Letztlich präsentierte er monolithische, biochromatische Seitenzahnbrücken, etwa aus 3Y-Zirkon im Unterkiefer und 5Y-Zirkon für die Versorgung des Oberkiefers. Diese sind mit Vorteil bei einer Prothesenversorgung im Gegenkiefer anwendbar. Dr. Armin Nedjat / Flonheim – Funktioniert das minimalinvasive Konzept in Chirurgie und Prothetik bei allen Indikationen? Dr. Armin Nedjat präsentierte das von ihm entwickelte MIMI®-System, umgesetzt in Anlehnung an das No-Bone-Loss-Konzept, um über die Vermeidung einer übermäßigen krestalen Belastung bei hartem Knochen, einen marginalen Knochenverlust zu vermeiden. Das weiterentwickelte MIMI2®-System ist laut ihm konzipiert für die minimalinvasive Implantation bei begrenztem horizontalem Knochenangebot. Im Rahmen von Sofortimplantationen kann die extrahierte Wurzel vermessen werden, um die Länge des späteren Implantats korrekt zu bestimmen. Zur Behandlung der infizierten Extraktionsalveole vor einer Sofortimplantation eignen sich u.a. Gentamycin-Präparate. Anhand von Patientenfällen zeigte er den Einsatz von Knochenkondensatoren zur Verdichtung weichen Knochens sowie Verfahren zur Aufbereitung eigener Zahnhartsubstanz nach Extraktion für die Gewinnung autologen Knochens. Dr. Alexander Müller-Busch / Ingolstadt – Sofortimplantation – Geht es überhaupt noch anders?! Im Vordergrund des Vortrags von Dr. Alexander Müller-Busch stand die Frage „Was ist aus biologischer Sicht die richtige Therapieentscheidung?“ im Kontext der Sofortimplantation. Dies vor dem Hintergrund, dass er heute deutlich mehr Sofortimplantationen durchführt als früher. Für den langfristigen Erfolg einer Sofortimplantation nannte er die detaillierte Aufklärung über alle prothetischen, insbesondere implantologischen Optionen wie auch die Hart- und Weichgewebsoptimierung, bei Bedarf mittels einer Augmentation zu schaffen. Besonders betonte er die hohe Relevanz des Patientenwunsches. Dies verdeutlichte er anhand eines Falles: Trotz freiliegender bukkaler Ti-Basis eines Frontzahnimplantats war weniger die Ästhetik, sondern mehr die Funktion für den Wunsch des Patienten nach einer prothetischen Veränderung ursächlich. Auch seien laut Komplikationen nicht immer eine Frage des Zeitpunkts der Implantation, sondern oftmals multifaktorieller Genese, abhängig von Risikofaktoren, Implantatsystem und der chirurgischen Technik. Persönlich verwendet er nach Möglichkeit Sticky-Bone oder PRF, um die Wundheilung zu fördern. Abschließend verwies er auf die Möglichkeit von Socket-Seal-Abutments unmittelbar nach Implantation für eine optimale Papillengestaltung. Die Table Clinics ermöglichten einen persönlichen Austausch mit den Referenten über ausgewählte Themen: Table 3: Dr. Müller-Busch (MegaGen) – Fallpräsentationen zu Sofortimplantationen in der ästhetischen Zone – Digitale Implantatplanung – Immediatprovisorien Table A: Dr. Petersilka (Kreussler) – Schmerzphysiologie – Anwendungen und Techniken der Lokalanästhesie inkl. Alternativen wie das Dynexan-Mundgel® und die Recessan- Salbe®, einsetzbar für die Schmerzreduktion bei ausgewählten, parodontalen Eingriffen – Vergleich Gel-basierter- mit Nadel-basierter Lokalanästhesie in der Parodontaltherapie Table 2: Prof. Dr. Dr. Kämmerer (CAMLOG) – Einsatz von Hyaluronsäure bzw. PRF für Knochenaugmentation vor Implantation inkl. Diskussion der derzeitigen Studienlage – Anwendung des Biomaterials CeraOss von CAMLOG am Modell – Diskurs mit Prof. Dr.Dr. Kämmerer über die Produktspezifikationen und klinischen Einsatzes des Produktes An beiden Tagen präsentierten die Hersteller in der Industrieausstellung aktuelle, produktspezifische Neuerungen. Der persönliche Austausch mit den Herstellern ermöglichte das Kennenlernen diverser Produktinnovationen in Bezug auf die Implantatsysteme, Regenerationsmaterialien und digitale Bildgebung. Am Abend fand das Alumitreffen des Ladies Club Implants statt, ein externes Event speziell für Implantologinnen. Nachbericht – 26. Expertensymposium Implantologie Autorin: Dr. B.Sc. Emilia Chmel Mai 2026 Tag 2: Digitalisierung, Augmentationen und Komplikationsmanagement Verena Faden / Konstanz – KLAR. LEICHT. MENSCHLICH: Die 5 Skills, die jede Praxis nach vorne bringen Am zweiten Tag eröffnete Verena Faden mit ihrer inspirierenden Keynote über Selbstreflexion, Selbstfürsorge und Kommunikation in der zahnärztlichen Praxis die Veranstaltung. Die Selbstreflexion erfordere einen ehrlichen Innenblick mit der Bereitschaft, kontinuierlich an sich zu arbeiten, kombiniert mit der Empathie, der Bereitschaft, sich in andere hineinzuversetzen und Zuversicht als selbstgewählte Entscheidung zur positiven Gestimmtheit, auch in schwierigen Situationen. Selbstfürsorge bedeute laut ihr, den Mut zu vertrauen, dass in der Entspannung die eigentliche Kraft liegt, nicht im permanenten Aktivismus. Sie betonte, dass Führung gleich Kommunikation und Kommunikation gleich Klarheit ist. Diese Klarheit könnten andere, sei es Team oder Patient, nur spüren, wenn man sie selbst lebt und authentisch weiß, wer man ist. Damit ist die Führung in der Zahnarztpraxis heute mehr als nur Management – ein Balanceakt zwischen fachlicher Exzellenz, Teamdynamik und persönlicher Resilienz. Dr. Anette Felderhoff-Fischer / München – Sofortimplantation mit Sofortbelastung: Indikationen, Grenzen, Praxiskonzepte Dr. Anette Felderhoff-Fischer stellte einerseits digitale Workflows anhand des 3D-Drucks für Bohrschablonen und Provisorien, andererseits verschraubte Implantatversorgungen für die Einheilphase vor. Anhand von Fällen zeigte sie pilotgeführte Seitenzahn- Implantationen im Unterkiefer sowie Implantate für die Sofortbelastung. Spätimplantationen mit Sofortversorgung seien stark abhängig von der Primärstabilität und dem Implantatsystem, wobei sich durch konische Implantate mit aggressivem Gewinde hier bessere Ergebnisse erzielen lassen. Anhand eines weiteren Falles präsentierte sie die technisch anspruchsvolle, aber sehr präzise, dynamisch navigierte („Echtzeit“) Implantation. Außerdem stellt sie das One-Abutment-One-Time Konzept vor, in diesem Fall von ihr umgesetzt als voll geführte Implantation mit unmittelbarer Eingliederung des dauerhaft zu belassenden Abutments, um einen Knochen- und Weichgewebsabbau durch wiederholtes Aus- und Einschrauben zu vermeiden. Zum Abschluss kam ein komplexer Fall eines navigierten All-on-4-Konzepts für den Oberkiefer, verwirklicht durch eine Sofortimplantation kombiniert mit einer verzögerten Implantation und Spätimplantation zur Darstellung. Prof. Dr. Dr. Florian Stelzle / München – Digital

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One All-on-X Experience: Permadental startet exklusive High-End-Fortbildung in Düsseldorf

      One All-on-X Experience: Permadental startet exklusive High-End-Fortbildung in Düsseldorf Permadental, Komplettanbieter zahnmedizinischer Lösungen, lädt am 30. Oktober 2026 zur High-End-Fortbildung „One All-on-X Experience“ in das Hyatt Regency Düsseldorf im MedienHafen ein. Der englischsprachige Hands-on-Kurs mit Prof. Dr. Sven Rinke, Dr. Medha Gupta und Patrick Oosterwijk ist auf 25 Teilnehmer limitiert und widmet sich der digitalen Planung und Versorgung von Full-Arch-Implantatfällen. Im Mittelpunkt der exklusiven Fortbildung steht ein strukturierter digitaler Workflow für planbare All-on-X-Behandlungen mit All-on-EASY™. Praxisnahe Vorträge, Demonstrationen und Hands-on-Sessions zeigen, wie All-on-X sicher digital geplant, digitale Daten präzise erfasst und chirurgische und prothetische Schritte optimal aufeinander abgestimmt werden können. Weitere Themen des Programms sind Guided Surgery und Sofortversorgungen, 3D-Druck und Direct-to-MUA sowie die direkte Umsetzung des Workflows in die Praxis. Hochkarätige Expertise aus Klinik und Zahntechnik Für fundierte Einblicke aus unterschiedlichen Perspektiven sorgen drei Experten: Prof. Dr. Sven Rinke, international anerkannter Kliniker und Key Opinion Leader in der Implantologie, widmet sich klinischen Protokollen, Fallauswahl, chirurgischer Planung und Durchführung, sowie prothetischer Entscheidungsfindung. Dr. Medha Gupta, Zahnärztin und Produktmanagerin, stellt das All-on-EASY™ Konzept und digitale Full-Arch-Workflows vor, während Patrick Oosterwijk, Zahntechniker und Geschäftsführer von Permadental, die Laborperspektive und die Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten und Zahntechnik einbringt. Damit verbindet das Programm die klinische und zahntechnische Sicht auf einen durchgängigen digitalen Ablauf. Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, einzelne Schritte nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern im Rahmen der Hands-on-Sessions praktisch nachzuvollziehen.   Die „One All-on-X Experience“ auf einen Blick Partner:Shining 3D Kurssprache:Englisch (Übersetzung verfügbar) Teilnahmezertifikat:inklusive CME-Fortbildungspunkte:8 Kursgebühr:680 Euro zzgl. 19 % MwSt. Networking-Dinner am Vorabend:inklusive Den Auftakt der „One All-on-X Experience“ bildet ein gemeinsamer Abend über den Dächern Düsseldorfs. Am 29. Oktober 2026 treffen sich die Teilnehmer ab 18:00 Uhr zum gemeinsamen Networking-Dinner im QOMO Restaurant & Bar im Rheinturm. In exklusiver Atmosphäre bietet sich dabei die Gelegenheit, mit den Referenten und Kollegen ins Gespräch zu kommen und sich fachlich auszutauschen. Am nächsten Morgen geht es ab 8:00 Uhr mit dem All-on-X-Kurs im Hyatt Regency Düsseldorf los. Kleines Format mit Fokus auf intensiven Austausch Mit maximal 25 Teilnehmern ist die „One All-on-X Experience“ bewusst als Veranstaltung in kleinem Rahmen konzipiert. Das bewusst begrenzte Format schafft die besten Voraussetzungen dafür, Vorträge, Demonstrationen und praktische Übungen mit persönlichem fachlichem Austausch zu verbinden. Die Veranstaltung in Düsseldorf bildet den Auftakt für das neue Fortbildungsformat, weitere Termine an ausgewählten Standorten sind bereits in Planung. Sichern Sie sich jetzt einen der begehrten Plätze für die „One All-on-X Experience“ am 30. Oktober 2026 in Düsseldorf: https://www.permadental.de/event/all-on-x-sicher-einfach-vorhersagbar/     

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𝐓𝐞𝐫𝐦𝐢𝐧: ❗Mittwoch, 14.10.2026, 16:00 – max. 22:00 Uhr 𝐎𝐫𝐭: 📍Uni Köln

💯𝐍𝐞𝐱𝐭 𝐥𝐞𝐯𝐞𝐥 𝐝𝐞𝐧𝐭𝐢𝐬𝐭𝐫𝐲💯 Digitale Prothetik im Fokus. Praxisnaher Workflow von Diagnostik bis prothetischer Versorgung, interdisziplinär bewertet. Anhand realer Fälle der Uniklinik Köln – konkrete Empfehlungen für Ihre Praxis/Labor. 𝐓𝐞𝐫𝐦𝐢𝐧: ❗Mittwoch, 14.10.2026, 16:00 – max. 22:00 Uhr 𝐎𝐫𝐭: 📍Uni Köln 𝐑𝐞𝐟𝐞𝐫𝐞𝐧𝐭𝐞𝐧: Prof. Dr. Anja Liebermann M.Sc., MME, MHBA, Dr. Bianca Steeger, Dr. Maria Grazia Di Gregorio Schinina, ZT Rainer Woyna, ZTM Bastian Wagner 𝐆𝐞𝐛ü𝐡𝐫𝐞𝐧: Bei Anmeldung 𝐛𝐢𝐬 𝐳𝐮𝐦 15.09.2026: 64,00 € 𝐧𝐞𝐭𝐭𝐨 🅿🆁🅾🅶🆁🅰🅼🅼ü🅱🅴🆁🆂🅸🅲🅷🆃 & 🅵🅻🆈🅴🆁 https://lnkd.in/emrhPj_9 🅰🅽🅼🅴🅻🅳🅴🅵🅾🆁🅼🆄🅻🅰🆁 https://lnkd.in/eTHmurQq 🅸🅽🅵🅾🆂: https://lnkd.in/eVaDyegW 💥🆄🅽🆂🅴🆁🅴 🆂🅿🅾🅽🆂🅾🆁🅴🅽!!💥 ⬇️ ⬇️ ⬇️ ⬇️ ⬇️ ⬇️ ⬇️

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Ihre Aussagen im MGB-Dental-Interview zu BEYOND FLUORID und die Maßstäbe wissenschaftlicher Transparenz

Sehr geehrter Herr Professor Noack, etwas überrascht habe ich Ihr kürzlich bei MGB Dental veröffentlichtes Interview „Infodemiologie: Fluoride & Fake-News wissenschaftlich erklärt“ gelesen. Darin erklären Sie, auf Ihren offenen Brief an den wissenschaftlichen Beirat von BEYOND FLUORID keine Antwort erhalten zu haben [1]. Selbstverständlich haben wir Ihren offenen Brief vom März zur Kenntnis genommen [2]. Nachdem darin aber weder wissenschaftlich fundiert die tatsächlichen Sachfragen zu den möglichen gesundheitlichen Risiken der Fluoridexposition noch nachweislich wirksame Alternativen wie Hydroxylapatit thematisiert wurden, sondern lediglich unsere Initiative pauschal kritisiert wurde und keinerlei Gesprächsangebot enthalten war, haben wir darauf nicht reagiert. Den nun vermittelten Eindruck, BEYOND FLUORID habe sich einem Gespräch verweigert, weise ich deshalb zurück. Natürlich stehe ich Ihnen persönlich für einen offenen Austausch über die tatsächlichen wissenschaftlichen Sachfragen zur Verfügung. Letztlich geht es doch um eine greifbare und wissenschaftlich fundierte Diskussion. Dabei würde ich mir wünschen, dass diese auch bei Ihnen und in Ihrem Netzwerk wieder in den Vordergrund rückt. Der Versuch, über eine Skandalisierung der Unterstützer unserer Initiative das Thema vom Tisch zu kehren, beantwortet keine einzige fachliche Frage und ersetzt keine wissenschaftliche Auseinandersetzung. Mittlerweile liegen mehrere randomisierte klinische Studien vor, in denen hydroxylapatithaltige Zahnpasten eine kariespräventive Wirkung zeigten, die der jeweils untersuchten fluoridhaltigen Vergleichszahnpasta nicht unterlegen war [5–7]. Hinzu kommt eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse [8]. Selbstverständlich können und sollen diese Studien kritisch diskutiert werden. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung setzt jedoch voraus, die vorliegende Evidenz zur Kenntnis zu nehmen und mögliche methodische Einwände konkret zu benennen. Die pauschale Abwertung von Hydroxylapatit als schlecht untersuchte Alternative reicht dafür nicht aus. Wir könnten uns auch darauf fokussieren, warum bei der Initiative ProPrävention mit CP GABA ein Unternehmen des milliardenschweren Colgate Palmolive Konzerns, für den Sie u. a. Mitautor einer Studie zu hochfluoridhaltiger Zahnpasta waren, für die Wirkung von Fluorid wirbt. Zuletzt ist CP GABA als Partner der Initiative ausgewiesen und wurde im Webinar von ProPrävention durch Dr. Andreas Syrek, Director Professional Oral Care, als Vertreter der forschenden Industrie repräsentiert [3, 4, 9]. Das kann aber aus unserer Sicht nicht der Anspruch an eine wissenschaftliche Diskussion sein. Entscheidend ist nicht allein, wer eine Debatte unterstützt. Entscheidend ist, ob die vorgetragenen Aussagen wissenschaftlich belegt sind, Interessen transparent gemacht werden und alle relevanten Erkenntnisse berücksichtigt werden. Dazu gehört auch, die Ergebnisse der EFSA vollständig einzuordnen. Die EFSA hat 2025 die gesundheitlichen Risiken der Fluoridaufnahme neu bewertet und dabei die Gesamtaufnahme aus Lebensmitteln, Trinkwasser, fluoridiertem Speisesalz und weiteren oralen Quellen einschließlich verschluckter Zahnpasta betrachtet [10]. Für Kinder bis acht Jahre hat die EFSA neue tolerierbare Höchstaufnahmemengen festgelegt. Maßgeblich war dabei bereits das Risiko einer Dentalfluorose. Die Neubewertung ist deshalb gerade kein Beleg dafür, dass Fragen zur Gesamtaufnahme und zu möglichen Risiken wissenschaftlich gegenstandslos geworden wären. Unabhängig davon läuft auf europäischer Ebene das Verfahren zur verschärften Einstufung von Natriumfluorid. Der von der französischen Behörde ANSES eingereichte Vorschlag betrifft unter anderem eine mögliche Einstufung als reproduktionstoxisch und als endokriner Disruptor für die menschliche Gesundheit [11]. Dieses Verfahren ist nicht abgeschlossen. Auch diese laufende Prüfung und die ihr zugrunde liegenden Erkenntnisse gehören zu einer vollständigen wissenschaftlichen Betrachtung Deshalb wiederhole ich unsere Einladung ausdrücklich: Lassen Sie uns sachlich und wissenschaftlich fundiert miteinander sprechen. Lassen Sie uns die vorliegenden Studien, die unterschiedlichen Bewertungen und die noch offenen Fragen konkret diskutieren. Gerne können wir dieses Gespräch auch öffentlich und fachlich begleitet führen. Unser Ziel ist es nicht, Personen, Unternehmen oder einzelne Wirkstoffe zu stigmatisieren. Unser Ziel ist es, die wissenschaftlichen Fakten vollständig, nachvollziehbar und für die Öffentlichkeit verständlich auf den Tisch zu legen. Unten aufgelistet sende ich Ihnen aktuelle wissenschaftliche Arbeiten zu möglichen gesundheitlichen Auswirkungen der Fluoridexposition, darunter auch eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2026 [12]. Zudem erhalten Sie die klinischen Studien und die Metaanalyse zur kariespräventiven Wirksamkeit von Hydroxylapatit. Bitte lassen Sie mir Ihre Terminvorschläge zukommen. Ich freue mich auf einen offenen und wissenschaftlich fundierten Austausch. Mit freundlichen Grüßen Staatsminister a.D. Dr. med. dent. Wolfgang Heubisch Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats    

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