Zähne für die Forschung: Verändert das Aufbewahrungsmedium die Zahnhärte?

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Viele zahnmedizinische Laboruntersuchungen
verwenden extrahierte Zähne.
Von der Extraktion bis zum tatsächlichen
Test müssen diese jedoch oft über
Wochen oder Monate zwischengelagert
werden. Da menschliche Extraktionszähne
nur begrenzt und mit unterschiedlichem Alter verfügbar
sind, griffen die Forschenden oft auf Rinderschneidezähne
zurück, welche sich in der Forschung als Ersatzmodell
etabliert haben. Sie sind einfacher zu beschaffen,
einheitlicher in Form und Alter und liefern dadurch besser
vergleichbare Ergebnisse als eine zufällig zusammengestellte
Sammlung menschlicher Zähne.

Einen einheitlichen Standard, welches Medium die Zahnhartsubstanz
dabei am wenigsten verändert, gibt es bislang
nicht. Das hat zur Folge, dass Studienergebnisse je
nach Lagerprotokoll nur schwer vergleichbar sind. Eine
wichtige Frage lautet daher: Bleibt die Härte des Dentins
über Monate stabil oder verändert sie sich messbar, abhängig
von Medium und Lagerdauer?

Üblich ist die Lagerung in wässrigen Lösungen mit Zusätzen
wie Chloramin-T, Thymol oder Formalin, seltener
auch in reinem destilliertem Wasser (Abbildung a 1).
Um den Effekt der Lagerung von Zähnen in verschiedenen
Medien zu untersuchen, wurden 40 standardisierte Wurzeldentin-
Proben aus Rinderschneidezähnen gewonnen
und über bis zu 6 Monate in vier Medien (Abbildung 1)
gelagert. Direkt nach Präparation (T0) sowie nach 1 (T1),
3 (T3) und 6 (T6) Monaten wurden Martens Härte, Eindringhärte,
Steifigkeit und Kriechverhalten der Proben
mittels instrumentierter Eindringprüfung bestimmt.
Die Abbildung a 2 visualisiert das Ergebnis der Eindringprüfung
zu den jeweiligen Prüfzeitpunkten schematisch.
Bei gleicher Prüfkraft hinterlässt der Eindringkörper im
Lagerungsverlauf einen zunehmend größeren Eindruck,
was ein Zeichen für abnehmende Härte ist.

 

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