Rücktritt als VDDH-Vorstand

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Birgit Hühn

Liebe VDDH-Mitglieder,

am 10.10.2025 habt Ihr mich mit klarer Stimmenmehrheit im Vorsitz bestätigt. Ich habe dieses Wahlergebnis als klaren Auftrag verstanden, die von Euch in der Mitgliederversammlung gefassten Beschlüsse gemeinsam mit dem Vorstand umzusetzen.
Vor der Wahl habt Ihr über zwei von mir eingebrachte Anträge abgestimmt.

Der Antrag auf Vollmitgliedschaft der ZMP erhielt nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit.

Mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit beschlossen die Mitglieder hingegen eine neue Aufgabenverteilung im elfköpfigen Vorstand mit einer Vorstandsführung und Ressortverantwortlichen. Für mich war dieser Beschluss verbindliche Grundlage der künftigen Vorstandsarbeit.
Im Verlauf der Zusammenarbeit zeigte sich jedoch, dass innerhalb des Vorstandes unterschiedliche Auffassungen über die Umsetzung des Mitgliederbeschlusses bestanden. Diese Unterschiede erschwerten aus meiner Sicht eine konsequente Umsetzung der gemeinsam beschlossenen Struktur.
Ein Vorstandsmitglied nahm in seiner Funktion als VDDH-Vorstand an einem Podcast teil und äußerte sich dort zu internen Verbandsthemen. Ein vorher besprochener Ablaufplan wurde abgewiesen. Ich hätte erhebliche rechtliche Bedenken hinsichtlich einzelner Aussagen im Podcast.
In der Vorstandssitzung vom 09.06.2026 wurde entschieden, die von der Mitgliederversammlung beschlossene Aufgabenverteilung nicht weiter umzusetzen. Dies steht aus meiner Sicht im Widerspruch zu dem Beschluss der Mitgliederversammlung. Ich habe diesem Vorgehen trotz erheblicher Bedenken zugestimmt, um den Vorstandsfrieden zu wahren.
In den letzten Tagen sind viele Dinge auf Instagram gesagt und verbreitet worden. Auch viel Halbwissen und Unwahrheiten. Auch Vorstandsmitglieder haben Äußerungen getätigt, von denen ich mich distanzieren möchte.
Ich hätte gerne einen Verband für alle DHs. Das wird aber kaum machbar sein, weil unterschiedliche Interessen und unterschiedliche Vorstellungen über die Ausrichtung des Verbandes eine Rolle spielen. Wir, Doris Brinkmann, Sylvia Fresmann, Beate Gatermann und ich haben kollegial miteinander gearbeitet und unsere Arbeit gegenseitig wertgeschätzt.
Mein Plan war, den Generationenwechsel innerhalb des VDDHs harmonisch zu vollziehen. Eine stabile Geschäftsstelle als Anlaufpunkt mit der klaren Ressourcenaufteilung hätte Klarheit gegeben. Das 10-Punkte-Programm wäre bis nächstes Jahr stabil installiert gewesen. Ich hoffe, der Plan wird weiterverfolgt.

Da ich einige Aussagen nicht mitverantworten möchte und ich auf meine Gesundheit achten muss, trete ich heute hiermit von meinem Ehrenamt als Vorsitz des VDDHs zurück.
Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern, die uns die letzten Jahre treu unterstützt haben und immer an uns geglaubt haben. Die Mühlen mahlen langsam, aber steter Tropfen höhlt den Stein. Die Pflänzchen, die wir in den letzten Jahren bei diversen Zahnärzten gesetzt haben, sind zum Teil mit der Planierraupe plattgedrückt worden. Dies liegt aber nicht in meiner Verantwortung.
Ich werde mich weiterhin für ein Berufsbild Dentalhygiene und für Qualität in der Prävention einsetzen.
Im Anhang noch mein Statement zur letzten Vorstandssitzung.

Birgit Hühn

Herzliche Grüße
Birgit Hühn
Ebersberg, 02.07.2026